szmmctag
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  • Drei Stunden.

    Kein Mensch geht freiwillig an einem Brückentag ins Bürgeramt. Die Wartezeit ist wirklich
    zum Kotzen

  • Wenigstens hat man dann noch was von dem schönen Tag!

    Coole Sache, wenn die Liebste vergessen hat, den Wecker abzustellen und um 6.00 Uhr sich dann beide erfreut erinnern, dass ja Samstag ist. Uncool nur, wenn eine von beiden das Weckerklingeln eh immer ignoriert und genüsslich weiterschlummert, der andere jedoch gewohnt ist, beim ersten Pieps aus dem Bett zu springen und Tee zu machen...

  • Frollein S. und der Wohnungskauf.

    Herr G., Rentner und Hausmeister unseres Anwesens, rief mich vorgestern auf dem Handy an, um mich dringend zu fragen, ob ich nicht "Hausmeister machen" wolle. Ich antwortete etwas zögerlich, aber er legte mir dringend nahe, ihn in dieser Sache abzulösen. Er sei nun zu alt und außerdem sei das ein super und gut bezahlter Job. Ich war immer noch zögerlich und erklärte ihm, dass ich bereits in meinem Hauptberuf locker auf 45 bis 50 Wochenstunden käme. "Ja aber denkens mal, was ist, wenns arbeitslos werden?"

    Stimmt. Also haben M. und ich überlegt, es mal mit der Vermieterin zu besprechen und es evtl. auszuprobieren. Frau S. war allerdings nicht erreichbar, so hab ich ihr auf die Mailbox gesprochen und um Rückruf gebeten. Heute rief Herr G. an (! - wohnt unter uns): "Ja wie ist es, habens das Frollein S. schon antelefoniert?" (Frau S. ist unverheiratet.)

    "Weil es ist dringend: Wir haben uns heute eine Eigentumswohnung angeschaut. Wenn aber Sie jetzt nicht den Hausmeister machen, dann können wir nicht umziehen. Und morgen müssen wir unterschreiben." Leise Stimme aus dem Off (seine Frau): "Wieso, des ist doch Wurscht!" Herr G.: "Obwohl - eigentlich ist es egal..." |-|

  • Aus Wärts.

    Ich melde mich aus Tschechien. Warum? fragst du dich zu Recht. Erst ewig kein Beitrag und dann ausgerechnet aus dem Urwald? Weil, geschätzter Leser, ich nicht im Urwald bin, sondern im Urlaub. Und dies in der Heimatstadt meiner Freundin Dacice, die im Süden der Republik nahe Österreich liegt (die Stadt nämlich, nicht die Freundin).

    Während M. also ihr obligatorisches Programm absolviert - in diesem Moment ist sie gerade beim Friseur - habe ich ein wenig Zeit und Muße. Und neben dem vielfach angemahnten Jahresrückblick verfasse ich also noch dieses kleine Lebenszeichen.

    Es ist ein kleines, eher ruhiges Städtchen, touristisch völlig unerschlossen. Vom Kapitalismus dagegen wurde es trotz seiner Abgeschiedenheit bereits recht gut ausgestattet. Es gibt alle namhaften Discounter und Drogerieketten, weshalb all die kleinen Lädchen mit den guten Sachen verschwinden mussten. Ein neu eröffneter Riesenlidl tut das seine - wer weiß, ob wir bei unserem nächsten Besuch im Sommer noch in M.s Freundins Metzgerei werden einkaufen können. Was vor allem für die Freundin von Interesse ist, für mich aber auch, weil es diesen sagenhaften Räucherspeck beim Lidl natürlich nicht gibt.

    Der Lidl schaut übrigens nicht nur von außen so aus wie ein Lidl. Wenn man reingeht, fühlt man sich wie zuhause, weil an genau der gleichen Stelle genau das gleiche Produkt steht wie in Deutschland. Es gibt die gleichen Angebote, die gleiche Salami, den gleichen Käse. Sollte mir das nicht mal wieder ein Anlass sein, mein Einkaufs- und Konsumverhalten (vor allem) zuhause zu korrigieren?

    Das besonders Schöne an diesem Urlaub ist, dass wir diesmal nicht in der Wohnung der Eltern wohnen, sondern in einem ziemlich neuen Hotel residieren. Das nämlich M.s Cousine gehört, weshalb wir hier einen ganz besonderen Gaststatus genießen ("Bitte, keine Extras wegen mir!" "Aber das sind doch keine Extras, Herr... Herr äh..."). So, jetzt muss ich aber los. Die Masseuse kommt gleich, und ich will doch vorher noch ein bisschen in die Sauna.

  • Kontrolle.

    Die Augsburger Verkehrsbetriebe lassen seit einiger Zeit am Wochenende nur noch vorne beim Fahrer einsteigen, um gleich das Ticket zu kontrollieren. Das hatte sich wohl noch nicht überall herumgesprochen, jedenfalls nicht bis zur der älteren Dame mit dem schwarzen Gehstock, die ich neulich durch das Busfenster beobachten konnte, als sie an einer hinteren Tür zusteigen wollte. Sie war sichtlich erregt und drosch mit ihrem Stock gegen die verschlossene Tür, bis ein freundlicher Passant sie darauf hinwies, dass vorne die Türe offen sei.

    Verärgert betrat sie den Bus und stob am Fahrer vorbei ins Innere. Dieser rief ihr pflichtbewusst nach:  "Fahrschein?!" Da raunzte sie ihn an: "Hab schon einen!" und ging weiter.

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