Herr G., Rentner und Hausmeister unseres Anwesens, rief mich vorgestern auf dem Handy an, um mich dringend zu fragen, ob ich nicht "Hausmeister machen" wolle. Ich antwortete etwas zögerlich, aber er legte mir dringend nahe, ihn in dieser Sache abzulösen. Er sei nun zu alt und außerdem sei das ein super und gut bezahlter Job. Ich war immer noch zögerlich und erklärte ihm, dass ich bereits in meinem Hauptberuf locker auf 45 bis 50 Wochenstunden käme. "Ja aber denkens mal, was ist, wenns arbeitslos werden?"
Stimmt. Also haben M. und ich überlegt, es mal mit der Vermieterin zu besprechen und es evtl. auszuprobieren. Frau S. war allerdings nicht erreichbar, so hab ich ihr auf die Mailbox gesprochen und um Rückruf gebeten. Heute rief Herr G. an (! - wohnt unter uns): "Ja wie ist es, habens das Frollein S. schon antelefoniert?" (Frau S. ist unverheiratet.)
"Weil es ist dringend: Wir haben uns heute eine Eigentumswohnung angeschaut. Wenn aber Sie jetzt nicht den Hausmeister machen, dann können wir nicht umziehen. Und morgen müssen wir unterschreiben." Leise Stimme aus dem Off (seine Frau): "Wieso, des ist doch Wurscht!" Herr G.: "Obwohl - eigentlich ist es egal..."
